![]() |
zurück |
Projekt „Sonnenernte“ mit Hilfe der Solartechnik |
||||
|
--> Hier geht es zu den aktuellen Daten unserer Solaranlage. <-- ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Solarenergienutzung in St. Bonifatius seit 2001 1.
Warum "ernten" wir Sonnenenergie ?
In den letzten Jahrzehnten wird u.a. von den Kirchen zum
„verantwortlichen Umgang“ mit der
Schöpfung aufgerufen, wird auf biblische Zugänge
verwiesen, die dies anmahnen.
Der Anfang unseres Glaubensbekenntnisses nennt eine wesentliche Grundorientierung auf die Schöpfung hin :“Ich glaube an Gott , den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.“ Die ganze Welt ist als Schöpfung Gottes, als seine Gabe zu sehen, die uns zur Aufgabe wird. In den beiden Schöpfungsberichten der Bibel wird das Verhältnis des Menschen zur Schöpfung beschrieben: „...unterwerft die Erde euch und herrscht über die Fische im Meer, über die Vögel des Himmels ...“(Gen 1,28). Im 2. Schöpfungsbericht wird der Lebensraum des Menschen als Garten bezeichnet , „damit er ihn bebaue und behüte“(Gen 2,15). Das „Behüten“ gibt dem „Beherrschen“ die Richtung, d.h. „Beherrschen“ bedeutet nicht Ausbeutung und Unterdrückung, sondern Bewahren, Sorge tragen für. Also trägt auch unsere Gemeinde St. Bonifatius Verantwortung für die Schöpfung immer in dem Bewusstsein, diese Gabe Gottes an die nächste Generation weiterzugeben . Die Deutsche Bischofskonferenz hat schon im Jahre 1985 gemeinsam mit der ev. Kirche unter dem Titel „Verantwortung wahrnehmen für die Schöpfung“ eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie auf die zunehmende Umweltschädigung hinweist und zum Gegensteuern aufruft. Wir wollen gegensteuern!! Neben dem Energiesparen ( z.B. Wärmeschutzverglasung im Pfarrheim, Energiesparlampen in der Kirche ) werden wir auch „Sonnenernte“ betreiben. Die Nutzung der unerschöpflichen und für alle kostenlosen Sonnenenergie soll ein Beitrag zur Kohlendioxidminderung (Treibhauseffekt) und zur Schonung der unwiederbringbaren Rohstoffe Öl, Erdgas und Kohle leisten, denn Öl geht sonst bereits in 40 bis 50 Jahren zur Neige . Weil Gott auch unserer Gemeinde St. Bonifatius die Erde zur Bewahrung anvertraut hat, haben der Pfarrgemeinderat und der Verwaltungsrat beschlossen, auf dem Dach des Pfarrheims „St.Martin“ eine Fotovoltaikanlage zu installieren.
![]()
Diese wandelt Sonnenenergie umweltfreundlich direkt in elektrischen
Strom um. Der Strom, es sind ca. 4000 kWh pro Jahr zu erwarten, wird
ins öffentliche Netz eingespeist und 20 Jahre lang vom
Energieversorger mit 0,99 DM pro kWh vergütet. Die
Anlagekosten von ca. 90000 DM werden finanziert von der Deutschen
Bundesstiftung Umwelt ( 48000 DM), dem Land Hessen ( 14000 DM) und der
Kirchengemeinde.
2.) Seit 4,5 Milliarden Jahren liefert die Sonne der Erde aus einer Entfernung von 150 Millionen Kilometern Licht und Wärme . Seit Dezember 2001 gewinnt unsere Gemeinde Strom aus Sonnenenergie. Fotovoltaikanlagen nutzen den vom Physiker Becquerel bereits 1839 entdeckten Fotoeffekt. Bei diesem Effekt wird die Strahlung des Lichtes direkt in elektrische Energie umgewandelt. 40 Solarmodule vom Typ Siemens SP 140 bilden das Kernstück der netzgekoppelten Fotovoltaikanlage. Die Energieumwandlung vollzieht sich in den quadratischen Siliziumscheiben, die fast flächendeckend unter der oberen Glasscheibe eines PV-Moduls angeordnet sind. Alle Module einer Anlage bilden zusammen den Solargenerator.
|
||||||
|
||||||
Die einzelnen Solarmodule werden zu mehreren Modulen in Reihe geschaltet. Die Vormontage der Module erfolgte durch Gemeindemitglieder Ende Oktober 2001 im Pfarrsaal : ![]() Jeweils 10 Solarmodule werden zu einem sogenannten String zusammengeschaltet. Jeweils zwei solche Strings werden dann einem Wechselrichter zugeführt. Die Spitzenleistung der gesamten Anlage auf dem Dach des Pfarrheims beträgt 5600 Wp. |
||||||
![]() |
||||||
Für
die Montage der Solarmodule auf der Dachfläche wurden
Aluminium- und Edelstahlgestelle verwendet. Die Aluminiumgestelle sind
auf Aluklammern montiert. Die Gestelle hat man auf kurzem Weg in den
Potentialausgleich eingebunden, denn das Stehfalzdach ist komplett
geerdet. Die einzelnen Stränge werden unter dem Dach mit
String-Wechselrichtern verbunden. Diese wandeln die vom
Fotovoltaikgenerator erzeugte Gleichspannung in Wechselspannung von 230
V und der Frequenz 50 Hz um, die die handelsüblichen
Elektrogeräte benötigen. Vom Dachboden wird der Strom
zum Einspeisezähler der Städtischen Werke geleitet,
der im Abstellraum des Kindergartens installiert wurde .
![]() 3.)
4.)
Die ins öffentliche Netz eingespeiste elektrische Energie wird
über einen Datenlogger erfasst und die Messwerte werden in
einem Computer im Pfarrbüro gespeichert und in
regelmäßigen Abständen dem
Frauenhoferinstitut in Freiburg geschickt. An der Außenwand
des Pfarrheims wurde eine elektronische Schautafel installiert, an der
alle Passanten die aktuellen Messwerte ablesen können.
Monatliche Messwerte finden Sie in Zukunft an dieser Stelle :
(Georg Klein) |
||||||
Die technische Verschaltung der Geräte:![]() Schema vergrößern |
||||||
Impressionen vom ersten Workshop:
|
||||||
![]() |
||||||
![]() |
zurück | |||||